Mittwochsbilder

Ein Dialog in Bild und Text

21.07.2021

Liebe Kathrine!

Ich war das erste Mal in diesem Jahr wieder im Botanischen Garten. Sonst beginnt mein 'botanisches Jahr' im Frühjaht mit der Magnolienblüte. Ich habe diesen Ort schmerzlich vermisst. Ich kenne dort fast jede Pflanze zu jeder Jahreszeit und trotzdem bibt es auch bei jedem Besuch eine Entdeckung oder Veränderung. die hölzernen Spazierwege durch die Teiche sind erneuert und ebenso der Rosengarten. Letzterer ist natürlich sehr mickerig, da die alten großen Rosen fehlen. Für Strohblumen habe ich nach wie vor eine Schwäche und das Geräusch der Wassersprenger hat mich für den Moment glücklich gemacht.

14.07.2021

Liebe Kathrine!

Das war eine sehr merkwürdige Woche bei mir, die eigentlich ganz der Gesundheitsvorsorge gewidmet war. Zwischen Vor- und Nachbereitung der beiden Termine hat sich glücklicher Weise dieses Gelände aufgetan. Wie so oft ist der Weg das Ziel. Auf dem Weg zum Volkspark sind wir durch Altona gegondelt, durch mir unbekannte Strassen. Hier sind neben der Baustelle für ein großes Wohnungsbauprojekt, werden hoffentlich die  diversen Werkstätten erhalten bleiben.

07.07.2021

Liebe Silke,

Endlich war ich auch unterwegs. In Grenaa am Hafen, hier wird noch mit kleinen Kuttern Fisch gefangen. Verfallsästhetik und tolles Licht – ich hatte richtig einen Fotorausch…

Liebe Kathrine!

Ja, das sieht nach einem Rausch aus! Die ersten beiden Fotos erinnern mich an Griechenland. Sogar das Licht passt. Ich liebe solche Orte, das alte blasse Holz und die Möglichkeit herum zu streunen. Wir waren lustiger Weise auch in einem Hafenort, allerdings eher aufgeräumt - deutsch Ostsee eben. Aber das Baden war toll und die Aussicht auf den Graswader. Segeln war auch etwas Besonderes. Am Sonntag- und am Montagabend war ich gleich ganz viel hier in Hamburg spazieren um mich wieder mit dem Zuhause-Sein zu befreunden.

30.06.2021

Liebe Kathrine!

Am letzten Sonntag habe ich die ganz große Runde gedreht. Erst ein schöner Spaziergang an der Alster, ganz hinter Poppenbüttel im Grünen, dann Eppendorf und am Abend bei mir, rund ums Haus. Natürlich habe ich mir mal wieder Gedanken ums Wohnen gemacht, meine Wünsche und Bedürfnisse, Möglichkeiten und Widersprüche, arm und reich. Es war ein spannender Tag und wie das an machen Sommertagen so ist, möchte ich, dass der Tag nicht endet.

 

 

 

Liebe Silke,

Was für eine herrliche Hamburg Sommer Ausstrahlung in deinen Bildern. Wie schön das einen der Sommer immer wieder mitreissen kann, ich bin aktuell auch ganz in Stimmung.

Oft hilft es ja etwas laut auszusprechen oder zu schreiben, nach meinem unzufrieden Ton letzte Woche habe mehr darüber nachgedacht was ich den gerne Fotografieren würde und mir ist klar geworden das ich auch etwas frustriert bin weil ich mich hier im Wohnviertel sehr zurückhalte. Ich sehe ständig Motive, es fühlt sich aber zu privat davon einfach Bilder zu machen. Jetzt habe ich mir also vorgenommen das ein bisschen mehr auszuloten.

16.06.2021

Liebe Silke,

Jetzt hatte ich aber eine sehr lange Pause hier. Öfters schon hatte ich keine Zeit oder Energie mich an den Computer zu setzten, zu posten und schreiben, im Moment bin ich aber zudem uninspiriert. Ich habe keine Lust auf die schnellen Bilder, ich würde mich gerne vertiefen. Nicht nur eben mal schnell einen Blick oder Moment fotografieren. Mein Bild diese Woche ist also eines von wenigen.

Deine Aufnahmen aus den letzten Wochen habe mir sehr gut gefallen und es war beim Schauen gerade auch ganz schön mich in deine Bilder zu vertiefen. Ich freue mich schon zu sehen was du von deiner Woche unterwegs zeigst.

16.06.2021 (Kopie)

Liebe Kathrine!

Dein Bild ist ja sehr komplex! Skulptural im Vordergrund und die Ortsbeschreibung im Hintergrund. Wenn ich die kleinen wissen 'Anzüge' von Elena betrachte habe ich das Gefühl, dass sie sehr gewachsen sein muss. Das Kompakte Babyhafte kann ich gar nicht mehr sehen!

Die Tage in der Eifel waren sehr schön und es ist toll eine neue Landschaft und diesen Ort entdeckt zu haben. Ich kann mir aber vorstellen, dass sich zumindest die Atmosphäre in Monschau sehr verändert wenn das touristische leben wieder voll startet. Der nächste Besuch muss dann eher im November oder Januar sein. Im Winter soll es dort immer Schnee geben! In dieser heissen Woche, die wir hatten, kaum vorstellbar. So war es wie eine Zeitreise, die wunderschönen alten Häuser mit ihren speziellen Baustoffen und kaum Autos und Menschen. Drum herum viel Wald und Wiese und Belgien so nah, dass man aus 'Versehen' durchreist.

9.06.2021

Liebe Kathrine,

Letzten Sonntag habe ich mir einen Wiederholungsausflug zu den Fischteichen gewünscht. Zum Einen wollte ich den Ort gerne mit Tim und Fabi teilen zum Anderen hatte ich jetzt die Kamera dabei. Aber wie das so ist mit dem Nachfotografieren, es klappt selten. Es war viel feuchter und verhangener, es blühten andere Pflanzen und die kräftigen Schatten von letzter Woche existierten nicht. Zu der Landschaft passte das Wetter sehr gut, aber die Geschichte ist eine völlig andere. Ausserdem waren wir vor den Fischteichen noch im Ort und haben dort die Kirche besichtigt. Das hat mich sehr an unsere Zeit in Athen erinnert. Die Dekoration und Bildsprache sowie die gesamten Proportionen sind natürlich ganz anders. Aber die Idee des geistlichen Zentrums eines Ortes  natürlich nicht. Nachdem lange Kirchen pandemiebestimmt geschlossen waren, war es schön einfach einzutreten und willkommen zu sein. Danach gab es noch ein beinahe synphonisches Froschkonzert im hinter der Kirche liegenden See. Bei den Fischteichen selbst quakten die Frösche auch, wurden aber vom Kuckuck übertönt.

25.05.2021

Liebe Kathrine,

Am letzten Sonntag hat Anne mir einen Spazierweg aus ihrer Kindheit gezeigt. Es war eine wunderschöne Gegend in der Nähr von Fischteichen und kleinen Seen. Das Gebiet ist gar nicht groß und umso erstaunlicher fand ich es, was wir alles an Pflanzen und Tieren gesehen und gehört haben. Gehört haben wir langanhaltend den Kukuck und gesehen Reiher, Störche, die Ringelnatter und diverse Käfer und Schmetterlinge. Ich fand die Stimmung zum Teil richtig märchenhaft und sehr inspirierend. In der Nähe gab es auch eine kleine Ortschaft mit einem Dorfkrug. Wir haben auf Bierbänken draussen gesessen und es war die erste Einkehr seit Monaten.

25.05.2021

Liebe Kathrine,

Ich kann mich mal wieder nicht entscheiden... zeige nun Bilder aus Eppendorf. In diesem Stadtteil bin ich aufgewachsen und fühle mich ihm immer noch verbunden, tatsächlich im Sinne von Heimat. Heute bin ich natürlich kritischer als als Kind und bin mir nicht sicher ob ich dort wieder wohnen wollte. Aber viele Strassen und Häuser finde ich einfach wunderschön. Das Falkenried ist natürlich sehr besonders mit den Gärten zwischen den Hausreihen, den geringen Mieten und der Idee von Gemeinschaft im Gegensatz zu den großen Häusern bzw Wohnungen. Die Clematis fand ich so skulptural, dass ich extra nochmal mit der Kamera zurückgekommen bin.

19.05.2021

Liebe Silke,

Bei deinem Text und dem Bild vom Palladium, muss daran denken wie schnell mir Kopenhagen fremd geworden ist und ich spüre einen richtigen Knoten im Bauch. Fast 1 Jahr war ich jetzt nicht mehr in Hamburg.

Gibt es Orte in Hamburg die vor vielen Jahren neu entstanden sind, die du jetzt anders siehst? Ich überlege – aber ganz schnell werden neue Gebäude oder Plätze einfach Teil der Stadtlandschaft. Die Hafencity fällt mir ein, aber so langweilig auch die einzelnen Gebäude sind, spannend fand ich die Gegend von Beginn an.

Mein Bild diese Woche besinnt sich auf das was mir hier fast jeden Tag Freude bereitet, der große Himmel und das tolle Abendlicht.

Liebe Kathrine!

Am letzten Sonntag haben wir den Stadtteil Dulsberg erkundet. Zum Einen gibt es dort eine neue, dolle Eisdiele zum Anderen wollte ich mal eine neue Umgebung erkunde. Neu ist es natürlich gar nicht, ich dachte sogar, dass ich Teile kennen würde aber das traf nurch auf die Haupstrassen zu. Durch die vielen Backsteingebäude von Schumacher ist es auf eine Art typisch Hamburg aber die Proportionen und die Anlage der Wohnblöcke ist schon sehr speziell. Eine verlassene Kirche, ein marodes Parkhaus waren wirklich lost places. Dann gibt es aber kleine Parks und Gärten und belebtere Plätze, Baustellen und die neue Eisdiele. Es ist spannend zu sehen wie die alten Häuser z.T. saniert worden sind und zum Teil eben nicht. Ich erinnerte mich an das Musical 'Andi' von Peter Zadek, was von einem Jungen aus Dulsberg handelte. Das war 1987, ich war auch zu der Zeit am Schauspielhaus und ich fand es sehr aufregend. Die Musik war z.T von den Einstürzenden Neubauten und das Bühnenbild von Johannes Grützke. Uwe Bohm hat den Andi gespielt. So war der Ausflug auch ein bisschen eine Zeitreise.

 

12.05.2021

Liebe Silke,

Wie aufregend und lebensfroh deine Bilder aus den letzten beiden Wochen sind! Sie machen mir Lust aufs Fotografieren. Ich habe in den letzten Wochen genau einmal Fotos gemacht, vom Motiv her nicht so spannend wie bei Dir, aber immerhin passt die Stimmung.

Liebe Kathrine,

Ich habe hier tapfer meine Runden durch Viertel gedreht. An manchen Tagen habe ich das Glück von Fabian bei Dokuwa mit einem guten Getränk versorgt zu werden, an anderen halte ich mich selbst bei Laune. Letztes Wochenende war viel Familie und Besuch bei Freunden und das Fotografieren musste ich fast komplett der Küchenarbeit opfern. War aber auch schön... Das Palladiun lag auf dem Weg und ich wollte dort schon lange fotografieren, die blühenden Kirschbäume haben den Druck erhöht und so wurde dort Sonntagabend ein Zwischenstop eingelegt. Bei der Durchsicht der Bilder aus der letzten Woche sehe ich, dass ich wieder Orte der Verlassenheit und des Umbruchs fotografiert habe. Ich frage mich, wie die Zeit nach Corona aussehen wird, wird es viel Leerstand geben? Baustellen gibt es derzeit viele und es wird entgegen vieler Kritik weiter abgerissen und neu gebaut. Das Neue ist fast immer uninteressant, uninspiriert. ich würde mich gerne mal wieder über etwas Neuentstehendes freuen können.

05.05.2021

Liebe Kathrine!

Es sind ja oft die kleinen Dinge, die große Freude machen. Hier ist es die kleine gelbe Kiste. Ich war schon vor Ort sehr zufrieden sie dort stehen zu sehen und beim betrachten der Fotos ist das Gefühl geblieben, dass sie dort genau richtig steht. So übersichtlich und zufriedenstellend geht es sonst natürlich nicht zu. Im Gegenteil, kleine Wehwehchen und Unzufriedenheit unter der Oberfläche, größere Sorgen um die Corona-Situation einerseits und privates Glück andererseits. Ist das alles sehr wiedersprüchlich?

29.04.2021

Liebe Kathrine!

Nach dem aufregenden und strahlenden Mittwoch kam der sehr viel ruhigereund trübere Donnerstag. Für den Saziergang am Strand war das eigentlich ideal, weil wir ihn fast für uns allein hatten. Obwohl ich dort schon so häufig entlang spaziert bin habe ich noch nie diesen Baumstamm gesehen. Es ist toll immer wieder etwas Neues zu entdecken weil das Fernweh gerade arg ist. Die Schaukel ist glaube ich, auch neu, sicher bin ich mir da aber nicht. Mir kommt sie vor wie ein junger Urang-Utan, der lässig im Apfelbaum hängt. Das hätte mir gut gefallen.

21.04.2021

Liebe Silke,

Ich will gerne etwas richtiges schreiben, aber der Alltag ist gerade so voll und Elena bekommt weiter Zähne. Also muss es bei diesen paar Worten und zwei Bildern bleiben.

Liebe Kathrine,

Das ist ja eine zauberhafte Wildnis! So viel zarte Schönheit, Kätzchen finde ich auch immer sehr anrührend. Hier hat das Grün kräftig zugelegt, jedes Jahr ein Wunder! Da dieses Jahr sonst nicht viel los ist, um so bedeutsamer. Allerdings känpfe ich auch gerade mit meinem Heuschnupfen. Das kann mich nicht abhalten herum zu stromern und so gibt es heute wieder Bilder aus der näheren Umgebung. Wir haben zwar am letzten Sonntag eine neue Landschaft entdeckt, aber diese Bilder passen heute besser zu Deinen. Ich bin immer wieder erstaunt, dass ich jedes Mal etwas Neues entdecke, Pflanzen, Perspektiven und sogar eine neue Strasse. Die Strasse sit natürlich nicht neu, aber ich habe sie fotografisch entdeckt. Für eine weitere Entdeckung muss ich vielleicht nochmal mit längerer Brennweite los.

14.04.2021

Liebe Kathrine!

Wir haben dieses Jahr Aprilwetter, wie ich es noch nie erlebt habe. Hagel, Schnee, Regen und Sonne, mit schönen Sonnenuntergängen, fast so als sollte man getröstet werden. Wir haben hier ja derzeit Sperrstunde ab 21.00 Uhr und da ist es gut vorher schon etwas erlebt zu haben... Ich freue mich weiter an dem zunehmenden zarten Grün, die Ahornbäume vor dem Fenster sehen aus wie grünes Feuerwerk. Meine Bilder sind wieder von der typischen Streunerrunde, mit Teepause bei Dokuwa. Gleichzeitig eine Erinnerung an die gemeinsame Zeit im Gängeviertel.

07.04.2021

Liebe Silke,

Letztes Jahr um diese Zeit haben wir Mittwochs immer unsere Corona Spaziergänge gemacht. Das Bild diese Woche ist vom 8.April 2020.
Ich vermisse dich.

Liebe Kathrine,

Ich war über Ostern auf der Jagd nach blühenden Büschen und Bäumen. Ich war überrascht, wie viele im Umkreis der Wohnung der Wohnung sind. Ich bin sogar extra nochmal im Schnee los obwohl ich am Vormittag schon gute Beute gemacht habe. Nun sind es zu viele Bilder und Forsythienbilder gibt es auch noch von einem leeren Parkplatzt... Vielleicht passt es nächste Woche. Stattdessen  zeige ich Blütenbilder aus der Wohnung. Da es so kalt geworden ist musste ich die neu erworbenen Balkonpflänchen einstweilen nach drinnen holen obwohl ich beim Kauf an Bienen dachte... Weil Du über das vermissen schriebst wollte ich auch etwas Zartes und Kostbares ausdrücken. Du fehlst mir auch, es war immer so gut Dich in der Nähe zu wissen oder zusammen um die Häuser zu ziehen.

31.03.2021

Liebe Kathrine,

Wir begrüßen hier den Frühling, jedes Grün und jede Blüte. Erst war ich gesern verzagt, was das Fotografieren angeht. Ich konnte mir nicht vorstellen noch irgendetwas im Umkreis der Wohnung noch interessant zu finden. Aber dann hat mich die Frühlingseuphorie und die strahlende Sonne gepackt. es ist richtig warm und ich habe dann auch gleich die Zehennägel rosarot lackiert.

Liebe Silke,

Der Frühling ist hier etwas langsamer. Ich warte und beobachte. Knospen die immer dicker werden, Farben die sich verändern.
Wie schön du die merkwürdige Ecke beim Spielplatz eingefangen hast, der blühende Baum und das weiche Licht verändern den Raum doch sehr.

24.03.2021

Liebe Kathrine,

Da zieht man am Wochenende los um den beginnenden Frühling zu genießen und erlebt eine so merkwürdige Szenerie. Alles geordnet, gestutzt und relativ kahl. Menschen auch nur wenige unterwegs an einem sonnigen Sonntag in Travemünde. Das Atlantic möchte gerne Glamour versprechen, drinnen hängen Kronleuchter und die Speisekarte liest sich recht ambitioniert aber alles ist verschlossen und die Kurmuschel gähnt einem leer und geöffnet entgegen. Der Himmel zeigt reizende Wölkchenin Pastell und wir waren froh, denn wir haben seit langer Zeit mal wieder übers Meer geschaut. Zuhause dann sonntäglicher Freestyle mit Wollsocken.

Liebe Silke,

Da kann ich hier das Gegenteil anbieten. Ich bin zu meinen Eltern gefahren um ein paar Stunden zu arbeiten und sitze jetzt im Ferienhaus im ‘Büro’. Hier ist Alles voll und durcheinander. Das Zimmer war mal ein Kinderschlafzimmer, dann kam der Schreibtisch hinzu und aktuell werden noch Möbel und Allerlei eingelagert bis meine Eltern in ihr neues Haus ziehen.

 

16.03.2021

Liebe Silke,

Ich komme zu Nichts. Ein paar Fotos habe ich die letzten Wochen zwar gemacht, aber bei Allen weiteren Schritten wurde und werde ich unterbrochen. Immerhin – ich tippe jetzt den Text. Es ist kurz vor Neun, mir fallen die Augen fast zu.

Zu letztem Mittwoch hatte ich auch ein paar ‘Drinnen Bilder’. Ich finde die passen gut zusammen. Licht und Textur.

 

Zu dieser Woche habe ich wieder ‘Draußen Bilder’. Momente kurz vor Frühling.

Liebe Kathrine,

dieser wechsel aus drinnen und draussen passt ganz gut. Bei jeder Gelegenheit gehe ich raus und halte nach dem Frühling Ausschau. Am Sonntag haben wir einen Ausflug nach Lüneburg gemacht. Ein sehr schöner Ausflug, mit genug abwegigen Orten zum Fotografieren. Der Frühling war nicht zu sehen aber es blieb uns der Blick in den Himmel. die unglaublichsten Wolkenformationen wechselten sich ab oder türmten sich auf. Kaffee bekamen wir nur mit Mühe und so war man wieder froh nach drinnen, nach Hause zu kommen.

10.03.2021

Liebe Kathrine,

Hier ist erst mal Schluss mit Glamour, der Winter ist wieder da. Er zeigt sich ohne die weisse Pracht und auch ohne Sonne, deshalb gibt es Bilder vom Zuhause. Da ich Deine 'Drinnen Bilder' so mag, hatte ich schon lange das Gefühl auch etwas beisteuern zu wollen. Da wir angefangen haben uns Wohnungen anzuschauen, blicken wir zur Zeit natürlich auch intensiv auf das was wir haben, vergleichen, wägen ab. Ausserdem machen wir es uns gemütlich, wie das im Winter so ist - Ausgehen geht ja nicht.

03.03.2021

Liebe Silke,

Klasse mit einem Porträt. Das werde ich mit mir rumtragen, Lust ein Porträt zu fotografieren, vielleicht fällt mir ja jemand ein.

Mein Bild diese Woche ist wieder pflanzlich. Fast täglich gehe ich an der Kirche vorbei und freue mich über die Steinmauer. Eine kleine mini Berglandschaft. Die ältesten Teile der Kirche sind aus dem 12. Jahrhundert. Wie alt wohl diese Pflanze ist?

Liebe Kathrine,

ich bin auch schon wieder bei Pflanzen und Architektur. Allerdings spukte mir das Glamour-Thema noch im Kopf herum - und Fernweh. Vielleicht ist es auch eine Art Sehnsucht nach Veränderung, Freiheit und Abenteuer. Immerhin habe ich eine neue Technik ausprobiert, das stand ja auch noch auf der Wunschliste. Dein Mauergarten gefällt mir, auch wie die beiden Bilder zusammensitzen! Die Kirche habe ich ja schon einmal mit Dir besucht, leider konnten wir nicht hinein... Meine Bilder sind eigentlich ganz passend zu Deinen, allerdings komm' ich nur in die 1950er Jahre zurück.

24.02.2021

Liebe Kathrine

Glamour ist ein schönes Stichwort. Ich habe Sehnsucht nach Glamour in dieser Winterzeit und der derzeitigen Häuslichkeit. Im Untericht hatten wir mal 'Glamour' als Semesterthema und alle Kursteilnehmer haben geklagt und mit Hilflosigkeit reagiert. Mich hat das damals sehr beschäftigt, warum diese Angst und dieses Misstrauen? Ich bildete mir ein, ich als Schülerin oder Studentin wäre begeistert gewesen. Nun sitze ich als da und dieses Thema ist wieder da. Beim Fotografieren dieser Bilder habe ich nicht an das Thema gedacht, aber ich finde etwas Glamour ist zu sehen?. Den Vorhang aus Zweigen und den Durchgang fand ich theatralisch und es ist immerhin Fabians bester Mantel. Aber beim Ansehen jetzt, finde ich ehrlicher Weise, das Thema nicht wirklich gut getroffen. Dein Pink ist eindeutig glamouröser! Ich werde das versuchen etwas direkter anzugehen und das 'Neue' will auch noch gefunden werden.

23.02.2021

Liebe Silke,

Dein Schnee-Haar-Bild hat mir einen Impuls gegeben und ich habe die Woche über vergeblich auf ein eigentümlich glamouröses Motiv gewartet. Heute habe ich dann eine Orchidee bekommen, dass passt doch perfekt zu eigentümlich glamourös, dachte ich. Beim Fotografieren hat mich dann natürlich nur das pinke Papier drumherum interessiert.
Das zweite Bild ist noch aus Dezember und hatte bisher hier keinen Platz gefunden.

17.02.2021

Liebe Kathrine

Heute ist wieder ein grauer, schmuddeliger Tag. Aber die Tage zuvor waren zauberhaft. So viel Schnee habe ich lange nicht gesehen und so viel Schnee habe ich lange nicht abbekommen. Selbst die Tacshen meines Rucksacks waren gefüllt mit Schnee. Ich wollte soviel über das mögliche Neue nachdenken und viel mehr ausprobieren, stattdessen habe ich auf den Schnee reagiert und mich gefreut. Das Grau des heutigen Tages ist allerdings auch nicht motivierend, etwas Neues auszuprobieren. Eher denke ich über Schokoladenkuchen nach und beschäftige mich mit meinen bunten Tinten. Bin gespannt ob ich im Februar noch einen Impuls bzw eine Inspiration habe.

10.02.2021

Liebe Kathrine

Heute kann ich mich nicht zwischen zwei Bildreihen entscheiden. Aber ich wähle jetzt die Bilder, die bei mir mit Blick aus dem Fenster entstanden sind. Die Bäume sind zwar da und Bilden auch wieder einen Raum, aber das Thema Strasse ist wohl vorrangig. Die Veränderung, die ein bisschen Schnee bringt ist unglaublich. Es ist hier nicht so prächtiger Schnee wie bei Dir, aber heute morgen glitzert es tatsächlich... ich war nur noch nicht draussen. Aber ich freue mich darauf aus dem Haus zu gehen. Deine Bilder vom Ort haben wirklich etwas Neues an sich, das macht Freude. Ich werde versuchen das aufzugreifen. Nach Neu ist mir auch!

09.02.2021

Liebe Silke,

Deine Bäume und Räume haben mich gedanklich weiter begleitet... der Unterschied von einem Bild von Bäumen zu einem Bild von einem Raum der durch Bäume entsteht, so wie bei deinen Bildern letzte Woche. Unsere Mittwochsbildern haben häufig Bäume also Motiv. In der Traumdeutung repräsentiert der Baum übrigens das Leben allgemein. Ich versuche mich diese Woche also an Bäumen, an Raum und Querformat.

03.02.2021

Liebe Kathrine,

wir hatten hier ein paar Tage eine traumhafte Winterwelt! Ich war jeden Tag spazieren und fotografieren. Alles ist verändert und  die Menschen waren fröhlich und sofort gab es Rodelvergnügen und natürlich noch mehr Spaziergänger als eh schon unterwegs sind. Das Highlight war eine Wanderung mit Tim und Fabian am Sonntag, im Sachsenwald. Wir sind an der Bille entlang gelaufen, was durch den vereisten Weg und die Hanglage tatsächlich Konzentration erforderte. Der Rückweg war dann waldiger und geradliniger. Einige Momente haben mich an Bilder von David Hockney erinnert. Ich lese gerade ein Gespräch mit ihm. Er beschreibt darin u.A. seine Naturbetrachtungen und immer wieder geht es um Bäume und natürlich auch um Räume. Bäume interessieren mich schon eine ganze Weile, aber das Räumliche sehe ich durch die Betrachtung seiner Bilder jetzt anders. So ist das Querformat eigentlich ein Hockney. Das Träumen kommt bei mir im Moment zu kurz, ich hangele mich eher von Tag zu Tag und versuche das Beste aus der jeweiligen Situation zu machen oder wenigstens gut zu atmen.

Liebe Silke,

Letzte Woche beim telefonieren habe ich Sehnsucht nach neuen Motiven ausgedrückt. Prompt am nächsten Tag kam der Schnee. Herrlich. So eine Winterlandschaft hat ja auch etwas von einem Traum, die Welt wird eingepackt und abgedämpft.

27.01.2021

Liebe Silke,

Nachts träume ich surrealistische Actionfilme die in fremden Städten spielen. Tagsüber bin ich hier in meinem kleinen Kosmos. Kümmere mich um Elena, arbeite etwas, gehe spazieren. Zufrieden, aber voller Vorfreude auf den Sommer und die Hoffnung was dann möglich sein wird. Hamburg besuchen und Besuch bekommen, an den Strand fahren, mal alleine ein paar Stunden mit dem Fahrrad unterwegs sein…

Liebe Kathrine,

Interessant, dass Du das Träumen ansprichst. Da ich ja nicht schlafen kann, träume ich auch nicht. So kommt es mir wenigstens vor. Wenn ich mich doch mal erinnerte geträumt zu haben war ich immer richtig erfreut, auch wenn es ein nichtiger oder quatschiger Traum war. Zu träumen erscheint mir im Moment als etwas Erstrebenswertes und Normales, bei mir ist jede Stunde Schlaf hart erkämpft. am Tag versuche ich dann mir Gutes zu tun, viel frische Luft und Bewegung und meine küntlerische Arbeit und natürlich gures und gesundes Essen. So haben wir letzten Sonntag zum ersten Mal 'Flower Sprouts' zubereitet. ich fand die einzelnen Gebilde so wunderschön und es hat den Waldspaziergang perfekt abgerundet.

 

20.01.2021

Liebe Kathrine,

Jetzt melde ich mich zurück. Ich komme tatsächlich gerade erst wieder in meinem Leben und bei mir an. Das war eine lange, sehr schwierige Zeit. Ich finde man sieht auf meinen Bildern wie sehr ich um Ballance und Stabilität ringe. Das fand ich richtig faszinierend bei der Durchsicht der neueren Bilder. Ausserdem soll es aber auch ein Neujahrsgruss aus Hamburg sein mit dem Blick auf den Fernsehturm von Planten un Blomen aus gesehen. Ich mochte Deine letzten weihnachtlichen Bilder so gern, das mit dem Teppich ich toll. ich hatte eine Idee dazu zum Ende meiner Quarantäne, aber dann war es so fürchterlich dunkel in der Wohnung und so habe ich es bis jetzt nicht fotografiert. Daher zeige ich den Ausblick aus dem Fenster der viele Tage sehr wichtig für mich war.

Liebe Silke,

Ich hoffe das du beim Zurückkommen etwas findest was dir Freude und Kraft gibt. Zu deinen Bildern diese Woche sind mir sofort meine Bilder vom Neujahrstag eingefallen. Es war nebelig und die Sonne hat geschienen - sehr passend für meinen Ausblick in dieses Jahr. Normalerweise habe ich Anfang des Jahres viel mehr Ideen was passieren soll, was ich mir erhoffe oder woran ich arbeiten möchte. Dieses Jahr ist also noch völlig im Nebel, aber ich freue mich darauf.